Lutherweg Eisleben, 2007


KaB-2007-IBA2


 
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Entwurf Lutherweg Eisleben, Jüdenhof - Luther und das Fremde, IBA Sachsen-Anhalt 2010, Eisleben 2007
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Entwurf Lutherweg Eisleben, Jüdenhof - Luther und das Fremde, IBA Sachsen-Anhalt 2010, Eisleben 2007
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Entwurf Lutherweg Eisleben, Jüdenhof - Luther und das Fremde, IBA Sachsen-Anhalt 2010, Eisleben 2007
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Entwurf Lutherweg Eisleben, Jüdenhof - Luther und das Fremde, IBA Sachsen-Anhalt 2010, Eisleben 2007

 
 

Künstlerischer Gestaltungswettbewerb „Lutherweg Eisleben – Gestaltung von drei Orten“, Internationale Bauausstellung Sachsen-Anhalt 2010


Luther und das Fremde (Jüdenhof)

Wie begegnen wir dem Fremden und wie begegnet uns das Fremde?
Wie aufgeschlossen sind wir und wie aufgeschlossen sind die anderen?
Was bedeutet es fremd zu sein. Sind wir uns selbst nicht manchmal auch fremd?

In einer stark individualisierten Gesellschaft beschränkt sich das Fremd sein oder Anders sein nicht auf ethnische oder religiöse Zugehörigkeiten. Es kann sich in vielerlei Hinsicht äußern und sich positiv auf eine Gemeinschaft auswirken, wenn das Fremde, das Andere als Bereicherung in die Gemeinschaft mit einbezogen wird.

Die Installation umfasst den gesamten zur Intervention vorgesehenen Bereich des Jüdenhof, der sich sich als Gasse bis zur Glockenstraße erstreckt. Alle Fenster der bis zu dreigeschossigen Häuser des Jüdenhof sollen farbig gestaltete Fensterläden erhalten.
Die farbliche Gestaltung der Fensterläden in 6 (- 8) verschiedenen Farbtönen folgt den Spektralfarben bzw. den Farben des Regenbogens. Die bunten Farbflächen wirken fröhlich und lebendig, aber auch fremdartig und anders. Das Symbol des Regenbogens ist allgemein postiv besetzt und steht für Toleranz, Frieden und Hoffnung auf Veränderung.

Die Fensterläden selbst thematisieren die Offenheit und Geschlossenheit fremder privater Räume, aber auch der eigenen „vier Wände“. Die Fensterläden können geöffnet oder geschlossen sein. Die geschlossenen Fensterläden schützen die Bewohner des Jüdenhofes vor den voyeuristischen Blicken der Passanten. Die geöffneten Fensterläden gewähren Einblick in die Privatsphäre und ermöglichen die Begegnung mit den „fremden“ Besuchern.

Bei unbewohnten Gebäuden können geschlossenen Fensterläden zusätzlich vor Vandalismus schützen und einem allgemeinen Eindruck der Verwahrlosung vorbeugen.

Durch die Inszenierung wird die Gasse, unabhängig von der Stellung der Fensterläden, einen einladenden, offenen und freundlichen Eindruck vermitteln.


Auslober: Lutherstadt Eisleben in Kooperation mit dem IBA-Büro GbR der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010
Geschätzte Kosten: 70.000 €
Wettbewerbsentwurf 2007 - nicht realisiert

© Klaus Bortoluzzi und Denise S. Puri


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