Sommergras, Bundesnachrichtendienst Berlin, 2009

„Sommergras ist alles, was geblieben ist vom Traum des Kriegers.“ (Matsuo Bashö 1644-1694)

KaB-2009


 
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Entwurf Terrassen zum Pankepark Bundesnachrichtendienst Berlin 2009
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Entwurf Terrassen zum Pankepark Bundesnachrichtendienst Berlin 2009
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Entwurf Terrassen zum Pankepark Bundesnachrichtendienst Berlin 2009
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Entwurf Terrassen zum Pankepark Bundesnachrichtendienst Berlin 2009

 
 

Kunst am Bau-Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung der Terrassen zum Pankepark für den Bundesnachrichtendienst in Berlin


Idee/ Konzept:

„Gras“ steht für „Leben“: Als Gras werden einkeimblättrige, krautige Pflanzen mit unscheinbaren Blüten und langen, schmalen Blättern bezeichnet; botanisch gehören sie zur Ordnung der Süßgrasartigen. Gras ist wichtige Lebensgrundlage für die Ernährung der Menschen, zu den Gräsern gehören die ältesten Nutzpflanzen, alle Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais und Reis ... In vielen Teilen der Welt prägen Gräser auf Wiesen und Weiden, als Gras- oder Grünland, sowie Steppen und Savannen das Landschaftsbild. Das Wort „Gras“ geht auf die indogermanische Silbe „ghr“ zurück, was „wachsen“ bedeutet. Es wird in einigen Redensarten als Metapher benutzt: „dem Gras beim wachsen zusehen“; „bis Gras darüber gewachsen ist“; „da wächst kein Gras mehr“; „das Gras wachsen hören“ ...

Das „Gras“ steht als Symbol für den „Garten“ oder „Park“ als Bild des Paradieses. Der Garten Eden, der alle Voraussetzungen für ein schönes, glückliches Dasein erfüllt. Ein Ort, der durch seine Gegebenheiten, seine Schönheit und seine guten Lebensbedingungen zur Stätte des Friedens und des Glücks wird …

Das „Sommergras“ wirkt auf den Terrassen zum Pankepark vertraut und befremdend zugleich.


Ausführung:

Auf den vier Terassen sollen vier Skulpturen aufgestellt werden. Aus den Terrassen „wachsen“ vier große Grasbüschel. Jedes Grasbüschel besteht aus neun einzelnen Grashalmen. Die neun Grashalme sind wie auf einem Spielbrett (z.B. Mühle, Go, Schach) im gleichmäßigen Raster gruppiert. Jeder Grashalm ist individuell ausgeformt. In unterschiedlicher Anordnung ergeben sich so vier ähnliche, aber doch verschiedene Skulpturen. Die Grashalme sind mit etwa 15 Meter etwa halb so hoch wie das Hauptgebäude. Sie stehen in einem Abstand von etwa 2,5 bis 3 Meter zueinander. Ein Grasbüschel hat so eine Ausdehnung von etwa 6 x 6 Meter. Die Skulpturen sollen aus Stahl bzw. Stahlblech hergestellt und in grüner Farbe beschichtet werden. Jedes Grasbüschel hat ein Gewicht von etwa 1.500 kg.


Auslober: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Stahl, 4-teilig, HxBxT je 15 m x 6 m x 6 m
Geschätzte Kosten: 310.000 €
Wettbewerbsentwurf 2009 - nicht realisiert

© Klaus Bortoluzzi und Denise S. Puri


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