Movement II, Hildesheim 2005


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Movement II, Hildesheim, 2005

 
 

Kunst im Ernst-Ehrlicher-Park in Hildesheim
künstlerischer Wettbewerb zur Gestaltung eines einjährigen Prozesses


Movement II

Im spielerischen und experimentellen Umgang mit dem vorgefundenen Ort soll ein Impuls gesetzt werden, der nicht zwangsläufig zu einer dauerhaften "Lösung" führt.

Es besteht die Absicht die gegensätzlichen Gattungskategorien von Kunst und Planung durch entsprechende Ansatzpunkte und Strategien im Umgang mit öffentlichem Raum aufzubrechen. Freifläche und Stadtraum sollen von ihrer definierten Belegungszuweisung befreit und durch einen handlungsorientierte Ansatz als mehrfach-nutzbare und -lesbare Orte dargestellt werden. Die Offenheit der künstlerischen Auseinandersetzung hebt sich dabei ab von einer heute ohnehin nicht mehr erreichbaren Eindeutigkeit der Planung, die sich nur als linearer Prozess versteht. Mit der relativen Unbestimmtheit und Mehrfachlesbarkeit des Freiraumes wird der Ort als Möglichkeitsfeld verstanden in dem der Raum als Träger kommunikativer Momente erlebbar wird. Der Raum als Form ist weniger definiert, vielmehr bietet er mit mehrdeutigen Strukturen eine freie Interpretation und schafft so neue Möglichkeiten für den Handelnden.

Ein umfriedetes Stück Wildnis als Urform des Gartens. Ein heiliger Raume unter freiem Himmel, ein Abbild des Universums. Die Mythen vom Paradies gründen wahrscheinlich in den frühen Gärten aus dem Persischen. Das Bild des Paradieses ist der „Garten“ oder „Park“. Der Garten Eden als ein Garten der „Wonne“, der alle Voraussetzungen für ein schönes, glückliches Dasein erfüllt. Eine Gegend, die durch ihre Gegebenheiten, ihre Schönheit, ihre guten Lebensbedingungen zur Stätte des Friedens und des Glücks wird.

Vertrieben aus dem Paradies träumen wir vom Himmel auf Erden. Jedem seinen eigenen Garten -  jedem sein eigenes Paradies.

Movement II

Ein Garten in Bewegung, im Werden, im Vergehen. Vier Zaunpartien beginnen an den vier Zugängen zum Park ihre Wanderung. Im Abstand von zwei Monaten ändern sie ihren Standort und ihre Form. Winden sich den Parkwegen folgend durch den Grünraum. Die Zäune hinterlassen kaum merklich pflanzliche Spuren, die an die Vergangenheit des Parks erinnern: Heckenstreifen, Obstbäume, Wein- und Hopfenpflanzen, Blumen- und Küchenkräuter, ... . Am Ende sammeln sich die Zaunelemente als quadratische Gartenfelder im Zentrum des Parks.


Auslober: Architekten- und Ingenieur- Verein Hildesheim in Kooperation mit dem Kunstverein Hildesheim e. V.
Geschätzte Kosten: 10.000 €
Wettbewerbsentwurf 2005 - nicht realisiert

© Klaus Bortoluzzi und Denise S. Puri



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